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Aktuelles
27. März 2019
Pressemitteilung des Wirtschaftsverbands Emsland e. V.: Wirtschaft trifft Talente – 46 EmslandStipendien für mehr als nur gute Noten

Bereits zum fünften Mal hat der Wirtschaftsverband Emsland e.V. talentierte Studierende der Hochschule Osnabrück (Campus Lingen) mit dem EmslandStipendium ausgezeichnet. Insgesamt 32 Mitgliedsunternehmen und weitere Partner des Verbandes setzen sich mit bis zu drei Stipendien pro Stifter für die Förderung der jungen Nachwuchskräfte ein. In diesem Jahr erhalten 46 Studierende die Auszeichnung für besonderes soziales Engagement und vorbildliche Studienleistungen.


13. Februar 2019
Projekt „Gelingende Kommunikation“ gestartet

Süd-West-Niedersachsen auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft – Christophorus-Werk Lingen als kompetenter Ansprechpartner für gelingende Kommunikation


11. Februar 2019
POL-EL: Lingen - Neues Gewalt-Präventionsprojekt vorgestellt

Gemeinsam mit Vertretern des Lingener Präventionsrates, der Beratungsstelle LOGO, des SKM, des Jugendschutzes und der Lingener Polizei stellte Christoph Rickels am vergangenen Mittwoch Abend das Gewaltpräventions-Projekt „First Togetherness“ in den Räumen des Christophorus-Werkes vor.


28. Dezember 2018
Wunschbaum-Aktion: Hörgeräte Vehr erfüllt Weihnachtswünsche

Reichlich Geschenke haben sich unter dem Weihnachtsbaum des Geschäfts in der Lingener Mühlentorstraße gesammelt: Große Beteiligung an der Wunschbaum-Aktion von Hörgeräte Vehr für die Kinder der Kinder- und Jugendhilfe des Christophorus-Werkes.


17. Dezember 2018
"Lingen liefert": Christophorus-Werk übernimmt Auslieferungsservice für die Lingener Innenstadt

Einkaufen und entspannt weiterbummeln, ohne schwere Taschen und Tüten: „Lingen liefert“ macht es möglich. Kunden aus Lingen und Umgebung können sich ihre Einkäufe jetzt einfach nach Hause bringen lassen.


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Aktuelles

Dass Stipendiaten des EmslandStipendiums nicht nur mit guten Noten punkten können, haben die Studierenden auch durch ihre aktive Mitgestaltung der Verleihungsfeier unter Beweis gestellt. Getreu dem Motto des Stipendienprogramms „Wirtschaft trifft Talente“ übernahmen Kim Reincke und Carolin Scheibel als Stipendiatinnen die Moderation ihrer eigenen Verleihungsfeier im Innovation Center der ROSEN Gruppe in Lingen (Ems).

Der Sponsor und Gastgeber des Abends, Patrik Rosen von der ROSEN Gruppe, betonte den bisherigen Erfolg des Stipendienprogramms: „Das Emslandstipendium ist für uns ein voller Erfolg: Wir lernen junge Talente kennen mit denen wir die gemeinsame Zeit für produktiven Ideenaustausch nutzen können. Die Stipendiaten wiederum profitieren von der materiellen und ganz besonders von der immateriellen Unterstützung. Viele, die uns noch nicht kannten, erkennen das Stipendium als ihre Chance und nutzen sie intensiv: durch Praktika, Werkstudententätigkeiten, Abschlussarbeiten bis zur Festanstellung.“

Als herausragendes ehrenamtliches Engagement stellte die Stipendiatin Franziska Blickle ihr Foodsharing-Projekt vor und informierte das Publikum über ihre Intentionen und Ziele.

Sie ist Stipendiatin des Dekanats Emsland Süd, das von Dechant Thomas Burke vertreten wird: „Mit dem Stipendium unterstützen wir das tatkräftige Engagement von Frau Blickle für den Umweltschutz und gegen Lebensmittelverschwendung. Für diesen ehrenamtlichen Einsatz möchten wir ihr ein wenig Freiraum schaffen.“

Musikalische Abwechslung und Unterhaltung wurde außerdem von Sinah-Marie Möller, Frederike Steinbrückner und Annika Siebling geboten. Dabei konnten sich die Stifter nicht nur selbst vom Talent ihrer Stipendiaten überzeugen. Auch das eigentliche Ziel des Förderprogramms, nämlich die aktive Einbindung von Studierenden in Unternehmen, wurde damit deutlich.

Denn für die emsländische Wirtschaft ist es wichtig, Studierende in der Region frühzeitig zu fördern und den direkten Kontakt zu den Unternehmen herzustellen. „Im Mittelpunkt des EmslandStipendiums steht die Zusammenarbeit zwischen den Studenten und den sie fördernden Unternehmen - es geht darum, einen Wissenstransfer herzustellen und das Studium der Stipendiaten durch praktische Erfahrungen zu bereichern“, betont Ulrich Boll, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Emsland e. V. Gleichzeitig profitierten die fördernden Unternehmen vom Know-How und dem frischen Wind, den die Studierenden mitbringen. Etliche Stifter hätten bereits fähige Nachwuchskräfte für Ihr Unternehmen gewinnen können.

Auch in diesem Jahr hatten wieder Studierende aller Fachrichtungen am Campus Lingen ab dem dritten Fachsemester die Chance auf ein EmslandStipendium. Gefördert werden insgesamt 46 Studierende, vom angehenden Theaterpädagogen bis hin zum künftigen Maschinenbauer. Alle Stipendiaten dürfen sich über einen monatlichen Förderbeitrag von 100,00 Euro freuen. Studierende, die ein unternehmensgebundenes Stipendium erhalten haben, können zusätzlich in dem sie fördernden Mitgliedsunternehmen ihr Praktikum absolvieren, ihre Abschlussarbeit schreiben oder auch erste praktische Erfahrungen sammeln. Mit einem freien Stipendium kommen nicht nur die Stipendiaten mit der monatlichen Fördersumme auf ihre Kosten. Das Programm unterstützt den Campus Lingen und stärkt damit die Region Emsland.

Diese Überzeugung teilt auch Prof. Dr. Ingmar Ickerott, Dekan der Fakultät Management, Kultur und Technik am Campus Lingen: „Das EmslandStipendium ist mittlerweile nicht nur bei den Studierenden am Campus Lingen beliebt, sondern wird auch von Studieninteressierten aus anderen Regionen wahrgenommen und trägt so zur Attraktivität des Campus Lingen bei. Damit ist die Kooperation von Bildung und Wirtschaft für alle Seiten profitabel und kommt der Zukunft unserer Region zu Gute.“

Stifter in diesem Jahr sind die folgenden Unternehmen: Barlage GmbH, Viola und Ulrich Boll, BvL Oberflächentechnik GmbH, Christophorus-Werk Lingen e.V., codia Software GmbH, connectiv! eSolutions GmbH, EMCO  Group, E.M.P. Merchandising Handelsgesellschaft mbH, Emsland-Stärke GmbH, Emsländische Stiftung Beruf & Familie, ExxonMobil Production Deutschland GmbH, Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH & Co. KG, GH Hotel Interior Group GmbH, Hänsch Holding GmbH, Hanrath Gruppe Papenburg, Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH, Hölscher Wasserbau GmbH, Husmann Umwelt-Technik GmbH, Katholische Kirche - Dekanat Emsland Süd, Klasmann-Deilmann GmbH, Knollenborg & Partner GbR, Landkreis Emsland, Markus Quadt - Alte Posthalterei | Butchers Bar | Q-barfly services, Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH & Co.KG, Neue Osnabrücker Zeitung GmbH & Co. KG, Nögel Montagetechnik  Vetriebsgesellschaft mbH, Röchling Engineering Plastics SE & Co. KG, ROSEN Group, Rotary Club Lingen, Sparkasse Emsland, Stadt Lingen (Ems) und die St. Bonifatius Hospitalgesellschaft Lingen.

Das Stipendium des Christophorus-Werkes geht in diesem Jahr an Antonia Störkmann, Studentin des Kommunikationsmanagements; hier im Bild mit Georg Kruse (rechts) und dem Vorsitzenden des Wirtschaftsverbandes Emsland, Ulrich Boll. [Anm. d. Öffentlichkeitsarbeit Christophorus-Werk].

Es ist gar nicht schwer, aneinander vorbeizureden, wir erleben es jeden Tag. Mag Sprache auch die Quelle aller Missverständnisse sein – ohne Worte wird es noch viel schwieriger. Wer nicht sprechen und oft auch nicht lesen kann, benötigt besondere Unterstützungsformen, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Die Möglichkeiten dazu haben sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Davon profitieren insbesondere Menschen mit kommunikativen Beeinträchtigungen, aber auch (funktionale) Analphabeten sowie Neubürger mit Deutsch als Zweitsprache. Piktogramme, leichte bzw. einfache Sprache, Gebärden und Tablets sind nur einige Beispiele dafür wie Kommunikation unter erschwerten Bedingungen gestaltet werden kann.

Hier setzt das dreijährige Projekt „Gelingende Kommunikation“ an, das der Verbund „Die Vielfalter – Experten für Teilhabe“ mit großer Unterstützung von Aktion Mensch auf den Weg gebracht hat. Acht Träger der Behindertenhilfe von Papenburg bis Osnabrück, von Nordhorn bis Vechta und Altenoythe – darunter das Christophorus-Werk Lingen – haben gemeinsame Standards zu Gelingender Kommunikation entwickelt. Diese sind nicht nur für die ca. 16.000 Klientinnen und Klienten sowie die 6.600 Mitarbeitenden der Einrichtungen von Bedeutung; sie wirken auch in das Umfeld hinein.

Es sind die ganz normalen kleinen Dinge, die zur Lebensqualität beitragen und im Alltag zählen: zum Bäcker gehen, Sport- und Freizeitangebote nutzen, ein Restaurant, eine Arztpraxis oder die Apotheke aufsuchen. Wer trotz kommunikativer Einschränkungen nicht nur dabei, sondern mittendrin sein möchte, benötigt konkrete Hilfen, die in diesem Projekt entwickelt werden.

Die Bedeutung von Kommunikation, Verstehen und Verstanden werden ist durch das 2017 in Kraft getretene Bundesteilhabegesetz nochmals unterstrichen worden. Um das dort begründete Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Beeinträchtigungen in Anspruch nehmen zu können, müssen diese informiert sein, befähigt und ermutigt werden: „Empowerment“ (dt.: Selbstbefähigung, Stärkung von Autonomie und Eigenmacht) als vielschichtige Aufgabe, die mit der entsprechenden Haltung eine Gesellschaft bereichern und inklusiv gestalten kann. Gelingende Kommunikation ist eine wesentliche Grundlage dafür.

Das Modellprojekt „Gelingende Kommunikation“ ist im Januar 2019 gestartet, aufbauend auf ein zuvor vom Land Niedersachsen gefördertes Projekt. Die Gesamtkoordination erfolgt durch die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück unter Beteiligung der acht Träger der Behindertenhilfe sowie einer Vertreterin des Werkstattrates der Regionalen Arbeitsgemeinschaft der Werkstätten. Die Projektgruppe formiert sich noch; das erste Treffen fand im Christophorus-Werk Lingen statt, um die Planungen zu konkretisieren sowie erste Termine und Meilensteine abzustimmen.

Das Christophorus-Werk wird im Rahmen des Projekts durch Helge Sonnenberg vertreten. Sonnenberg ist ausgebildeter Logopäde und setzt sich bereits seit mehr als 15 Jahren mit der Thematik auseinander. Er hat das Projekt von Beginn an mitentwickelt.

Im Fokus steht die Übertragung der Standards gelingender Kommunikation in den unmittelbaren Sozialraum. Dazu möchte das Christophorus-Werk zunächst am bestehenden Netzwerk anknüpfen: „Die Nutzung sogenannter Kommunikationstafeln erleichtert den Arbeitsalltag von Menschen mit Behinderung, die im Rahmen der Maßnahme „Arbeit nach Maß“ in Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes tätig sind und sich nicht ausreichend verbal verständlich machen können. Der Einsatz von Symbolen und Gebärden unterstützt das gemeinsame Lernen der Kinder mit und ohne Behinderung in den Kooperationsschulen des Christophorus-Werkes“ erklärt Sonnenberg beispielhaft.  

Doch auch in vielen anderen alltäglichen Situationen gebe es kommunikative Schwierigkeiten, so Sonnenberg weiter: Die Verständigung zwischen Mitarbeitern einer Behörde und einem Menschen mit Migrationshintergrund, das Gespräch zwischen einem Arzt und seinem Patienten, der sich aufgrund seines Leidens nicht verbal ausdrücken kann. Informationen und Schulungen wie beispielsweise Basisschulungen zu Leichter Sprache oder Gebärdensprache seien sinnvoll für alle Unternehmen, Einrichtungen und Behörden. So könne der tägliche Umgang mit Mitarbeitern, Kunden, Klienten und Patienten erleichtert werden.

Interessierte wenden sich an: Christophorus-Werk Lingen e. V., Herrn Helge Sonnenberg, Tel.: 0591 9142-873, E-Mail: sprache-verstehen@christophorus-werk.de