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Aktuelles
17. Mai 2018
Tag der offenen Tür am 27 Mai

Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren! Hier gibt es weitere Infos zum Tag der offenen Tür.


14. Mai 2018
Kommunikation ist ein Menschenrecht

Die Expertengemeinschaft "Die Vielfalter" lud zum Fachtag Gelingende Kommunikation nach Lingen ein.


07. Mai 2018
Christophorus-Werk unterstützt Fair Trade-Blumenverkauf

Frische Fair Trade-Rosen zum Muttertag im Kramerladen erhältlich


03. Mai 2018
Kita-Kinder gewinnen Malwettbewerb

Die Siegerbilder werden auf die Einkaufstaschen des Modehauses Mensing gedruckt.


03. Mai 2018
Firmen spenden für Fahrausbildung

Die 2.000 Euro kommen dem Projekt "Mit Mobilität in den Arbeitsmarkt" des Christophorus-Werkes Lingen e. V. zugute.


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Aktuelles

Laute Hammerschläge ertönen in der GaLaBau-Halle des Berufsbildungswerkes Lingen: die Auszubildenden legen letzte Hand an ihren selbst gebauten Minigolfparcours. Pflaster- und Mauersteine, Rohrelemente, etwas Denksport und viel Spaß am Handwerk kamen zum Einsatz, damit die großen und kleinen Besucherinnen und Besucher zum Tag der offenen Tür am 27. Mai den Minigolfschläger schwingen können.

Diese Aktion ist eine von vielen zum Ausprobieren und Mitmachen, die an diesem Tag auf dem gesamten Gelände des Christophorus-Werkes stattfinden. Im Berufsbildungsbereich der Werkstatt für Menschen mit Behinderung beispielsweise sägen und feilen die Männer und Frauen noch Latten und Metallteile zurecht. Ihre Gruppenleiter Markus Völker und Jürgen Schomaker haben Anleitungen in einfacher Sprache und mit Fotos vorbereitet.

Völker erklärt: „Die Gäste können sich zum Tag der offenen Tür gegen einen kleinen Obolus eine hölzerne Blumenkiste selber bauen. Dafür gehen sie von Station zu Station: vom Schrauben der Latten über das Körnen der Metallschilder zum Zurechtschneiden der Folie und so weiter. Auf diese Weise fertigen sie immer ein weiteres Element, bis sie am Ende der Reihe ihre selbst gebaute, bepflanzte Blumenkiste in den Händen halten.“ Für mehr als 120 Kisten stehen die in den vergangenen Wochen vorgefertigten Elemente schon parat.

Aktionen für Groß und Klein bei jedem Wetter

Weil es viele Aktionen sowohl in den Räumen als auch draußen auf dem Gelände gibt, sehen sich das Organisationsteam und alle Beteiligten auch für wechselhafte Wetterlagen gut gewappnet. Führungen durch Werkstätten und Gewächshäuser, Infostände, Spiele und verschiedene Aktionen vor allem für Kinder erwarten die Gäste den ganzen Tag über. Ein Höhepunkt ist der große Hebekran, von dem aus man das Gelände von weit oben betrachten kann. Verschiedene Bands und die Tanzschule Exler gestalten ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm für Auge und Ohr. Warme Speisen, Kaffee, Kuchen und Kaltgetränke können die Besucherinnen und Besucher den ganzen Tag über genießen. Beide Verkaufsläden haben an diesem Tag ebenfalls geöffnet und bieten Holprodukte, Kinderspielzeug, Deko für Haus und Garten sowie Bio-Lebensmittel aus eigenem Anbau an.

Klaus van Kampen, Bereichsleiter Berufliche Bildung und Arbeit, sagt: „Mitmachen, Entdecken, Genießen: Das ist das Motto unseres Tages der offenen Tür. Jeder ist eingeladen, bei uns einen tollen Tag zu verbringen – und ganz nach Wunsch nicht nur Artikel aus unseren Läden, Selbstgebautes oder gewonnene Preise mit nach Hause zu nehmen, sondern auch einen kleinen Schatz an schönen Erfahrungen, Begegnungen und neuen Informationen.“

Alle Infos im Überblick

Wann? 27. Mai von 11:00 bis 17:30 Uhr

Eintritt: kostenlos. Ggf. wird bei einzelnen Aktionen um einen kleinen Obolus gebeten.

Wo? Christophorus-Werk Lingen e. V.

Zufahrt über Dr.-Lindgen-Str. 5-7 oder Hohenfeldstrae 22-26.

Parkplätze sind ausgeschildert.

Aktionen:

  • Führungen durch Werkstätten und Gewächshäuser mit Vorführungen
  • Bühnenrpogramm mit Musikbands und Tanzschule Exler
  • Hüpfburg
  • Kistenrolbahn
  • Biogemüse-Ratespiel
  • Blumenkisten bauen
  • Hebekran
  • Minigolf
  • Infostände
  • Glücksraddrehen
  • Torwandschießen
  • Kletterwand
  • Quiz
  • Basten, malen
  • Luftballonwettbewerb
  • Tombola

und noch mehr. Änderungen vorbehalten.

Verständigung, Austausch, Information und die Mitteilung eigener Wünsche – all diese Grundbedürfnisse stellen Menschen mit Beeinträchtigungen oftmals vor kommunikative Barrieren. Damit werden Teilhabe und Inklusion wortwörtlich „behindert“.

Expertenverbund lud zu Fachtag ein

Vor diesem Hintergrund hat der regionale Verbund, die Gütegemeinschaft „Die Vielfalter – Experten für Teilhabe“ gezielt nach Lösungsansätzen für eine barrierefreie und damit „Gelingende Kommunikation“  in verschiedensten Alltags- und Lebenssituationen gesucht. Im Rahmen eines vom Land Niedersachsen geförderten dreijährigen Projektes haben sich acht Träger von Einrichtungen der Behindertenhilfe in der Region Süd-West Niedersachsen  mit ca. 16.000 Klientinnen und Klienten und 6.600 Mitarbeitenden auf gemeinsame Standards für eine zielgruppengerechte gelingende Kommunikation  geeinigt. Diese  einrichtungsübergreifend angewendeten Kommunikationsmöglichkeiten ermöglichen fließende Übergänge  für  Menschen mit Beeinträchtigungen und schaffen Verbindlichkeit in der gemeinsamen Kommunikation.

Leben mit Talker: Referentin mit berichtete aus Alltag

Über die Projektergebnisse wurde auf der Fachtagung „Gelingende Kommunikation“ am 2. Mai 2018 im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen auf vielfältige Weise informiert. Eingeladen waren Vertreter aus Politik und Öffentlichkeit, Menschen mit Behinderungen sowie Fachkräfte aus der Behindertenhilfe. „ Unser Ziel ist es, die erarbeiteten Standards zu erläutern und einen Ausblick zu geben, wie eine praxisnahe Implementierung erfolgen kann“, führte Projektleiterin Barbara Strunk, die das Programm moderierte, ein. Michael Korden, Sprecher der Vielfalter, ergänzte:  „Zudem möchten wir weitere Netzwerkpartner gewinnen und auch die breite Öffentlichkeit mit diesem wichtigen Thema erreichen.“

Welche Relevanz das Thema hat, zeigte besonders der Vortrag von Marion Tapken am Vormittag: Die Referentin kommuniziert selbst „unterstützt“ mit einem elektronischen Hilfsmittel und berichtete aus „Expertensicht“ aus ihrem Alltag: Ihr „Talker“ ist ein echter Gewinn – so kann sie beispielsweise unterstützt durch die elektronische Kommunikationshilfe ein von ihr geschriebenes Gedicht selbst vorlesen und eigens auf ihre erste Bucherscheinung hinweisen.

Einheitliche Kommunikationsmittel in allen Lebensbereichen

Auch der Vortrag von Prof. Dr. phil. Gregor Renner, Katholische Hochschule Freiburg und Präsident der Internationalen Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation, machte deutlich, welche große Bandbreite „Unterstützte Kommunikation“ hat und wie vielfältig die Zielgruppen sowie Anwendungsbereiche sind. Dabei wurde noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, dass einheitliche Standards in der Kommunikation in allen Lebensbereichen verwendet werden und so Übergänge gut gestaltet werden können. Projektleiterin Strunk beschreibt die Hintergründe: „Im besten Fall sollte es beispielsweise bei einem Wechsel von der Schule in eine Beschäftigung in der Werkstatt oder bei dem Wechsel von einer Wohngemeinschaft in eine andere einheitliche Kommunikationsmittel geben – ohne kommunikative Barrieren“, beschreibt.

Vielfältige Themen des Workshopangebotes

Das Thema „Übergänge gestalten“ war auch am Nachmittag noch einmal Inhalt, als einer von insgesamt neun vertiefenden Workshops. Alle Teilnehmenden konnten sich zwei der neun Angebote aussuchen und hier das am Vormittag gehörten Aspekte  noch einmal konkret und praktisch vertiefen. Unter anderem wurde das Projekt noch einmal in einfachen Worten erklärt. Im Workshop von Marion Tapken konnte man selbst den Talker testen. In einem weiteren Workshop  konnten die Teilnehmenden mehr über elektronische Kommunikationsmittel erfahren.

Im Projekt wurden neben Standards zu unterstützenden Kommunikationshilfen auch solche in den Bereichen Lesen-Sprechen-Informieren, Symbole/Piktogramme und Gebärden erarbeitet, die ebenfalls in Form von Workshops praxisnah präsentiert wurden. Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmenden des Workshops „Von der Idee in die Praxis“ damit, wie die erarbeiteten Inhalte nun gut in die verschiedenen Einrichtungen implementiert werden können. 

Umsetzung in die Praxis: Alle sind gefordert

Dass die Fachtagung zwar den abschließenden Höhepunkt des geförderten Projektes symbolisierte, das Thema „Gelingende Kommunikation“  damit aber keinesfalls abgeschlossen sei, war Michael Korden wichtig: „Wir als Verbund der Vielfalter, möchten das Thema auch zukünftig vorantreiben. Dafür benötigen wir Sie, die das Thema mit in Ihren Arbeitsalltag integrieren und damit in der Praxis umsetzen. Und so ist unser großes Ziel, das Thema ‚Gelingende Kommunikation‘  langfristig nicht nur einrichtungsübergreifend  zu implementieren, sondern auch in die Sozialräume zu tragen.“

Foto der Projektgruppe Gelingende Kommunikation

(Foto: RAG Projektgruppe Gelingende Kommunikation)

Stark vertreten auf dem Fachtag: Mitarbeitende des Christophorus-Werkes Lingen e. V.