Aktuelles
15. Oktober 2018
Klimaschutz dank neuer Beleuchtung

Mehrere Tausend Tonnen CO² spart das Christophorus-Werk ein, seitdem die Innenbeleuchtung an verschiedenen Standorten des Christophorus-Werkes erneuert wurde. Diese Maßnahmen fanden in der Mosaik-S


18. September 2018
Ehrung für 40 Jahre Berufstreue

Landwirtschaftskammer ehrt Ausbilder des Berufsbildungswerkes


18. September 2018
4. Faires Frühstück mit brisantem Diskussionsthema

Das Christophorus-Werk unterstützte die Veranstaltung wieder tatkräftig in Service und Catering.


06. September 2018
Kiwanis-Club lädt zum Charity-Konzert ein

Der Kiwanis-Club Lingen/Meppen lädt am 18. November zum Charity-Konzert ins Christophorus-Werk Lingen ein.


06. September 2018
Werkstattgespräch mit Sozialministerin Carola Reimann

Bei einer gemeinsame Kunstaktion sprachen Vertreter der Caritas Behindertenhilfe und die Ministerin über eine bessere Teilhabe von Menschen mit Behinderung.


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25 Jahre Familienentlastender Dienst

Am Donnerstag, den 23. August, feierte der Dienst sein Jubiläum. Im Sinnesgarten auf dem Gelände des Christophorus-Werkes empfing Elisabeth Strodt, Leiterin des FED, mit ihrem Team rund 180 Gäste. Menschen mit Behinderung, Familien und Angehörige aller Altersgruppen waren gekommen, um gemeinsam mit den Mitarbeitenden einen geselligen Nachmittag mit vielen Mitmachaktionen zu verbringen.

Besonders freute sich Strodt, dass auch drei „Mitarbeiterinnen der ersten Stunde“ gekommen waren: „Mit Ihnen haben wir den FED aufgebaut und Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir den Familien heute so vieles anbieten können“, dankte sie den Erschienenen. Alle drei waren mehr als 20 Jahre lang im FED tätig, manche sogar noch über die Rente hinaus. Viele Menschen mit Behinderung haben sie von Kindheit an zuhause oder in deren Freizeit begleitet. Strodt sagte: „In unserer Arbeit haben wir immer wieder festgestellt: Ihre Angehörigen sind ganz besondere Menschen, die ganz besonderen Glanz in unsere Gesellschaft bringen.“

Freizeit bieten, Freiräume schaffen

Heute bietet der FED Reisen, Wochenendfahrten, regelmäßige Freizeittreffs und mehr an, damit Menschen mit Behinderung ihre Freizeit so wunschgemäß und selbstbestimmt wie möglich verbringen können. Angehörige können sich in dieser Zeit um viele Dinge kümmern, die sonst zu kurz kommen: seien es weitere Kinder und Familienmitglieder, Behördengänge oder auch einmal ein paar Stunden Freizeit für sich selbst.

„Leistungen sind oft kompliziert zu beantragen“

Dabei war der Aufbau des Dienstes schwierig. Denn die Einsicht, dass betreuende und pflegende Angehörige auch ein Recht auf Entlastung haben, musste in der Politik und auch bei den Angehörigen selbst erst reifen. „Es ging darum, erst mal ein Bewusstsein zu schaffen für die Tatsache, dass Angehörige Unterstützung annehmen dürfen, um der ‚lebenslangen Elternschaft‘ gewachsen zu sein“, so FED-Leiterin Strodt. Eine Elterninitiative gab den Ausschlag zur Gründung des FED. Agnes Elsen, die diese maßgeblich ins Leben rief und ebenfalls auf der Feier Gast war, sagte: „Einen Angehörigen mit Behinderung familiär zu begleiten bedeutet: rund um die Uhr, jeden Tag sein ganzes Leben für ihn da zu sein. Wer nicht zwischendurch Kraft schöpfen kann, hat irgendwann gar keine Kraft mehr.“

Dort sein, wo die Menschen leben

FED-Leiterin Strodt skizzierte in ihrer Begrüßung die Entwicklung des FED: „Anfänglich arbeiteten wir vor allem mit Ehrenamtlichen und Honorarkräften. Diese arbeiten auch heute noch bei uns – allerdings unterstützten sie heute ein festes Team von Fachkräften.“ Dazu gehören z. B. ausgebildete Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger. Der FED arbeitet längst nicht nur in Lingen. Immer mehr geht die Tendenz dahin, wohnortnahe Angebote für Menschen mit Behinderung zu schaffen.

Finanzielle Unterstützung ist notwendig

Die Finanzierung ist übrigens immer ein Thema bei Leiterin Strodt und ihrem Team. Sie erläutert: „Wir können nicht kostendeckend arbeiten. Denn wir bieten zunehmend auch professionelle Komplexleistungen von Fachkräften, für die die Budgets oft nicht reichen.“ Deshalb bleibt der FED von zusätzlichen, allerdings ungesicherten Fördermaßnahmen, etwa von Land und Landkreis, abhängig.

Und durch die jüngsten Reformen in den Pflegeleistungsgesetzen ist der Umgang mit den Leistungen und Budgets für die Betroffenen noch schwieriger und komplizierter geworden. Das bedeutet für die Arbeit des FED: Die Budgets können in vielen Fällen nicht so bedarfsgerecht genutzt werden, wie eigentlich notwendig. Und: Sie reichen zum Teil nicht aus.

Eine feste Stütze hat der FED im Verein des Christophorus-Werkes, wie Geschäftsführer Georg Kruse betonte: „Der Verein steht hinter dem FED und wird ihn auch weiterhin finanziell unterstützen durch Spenden und durch erwirtschaftete Eigenmittel. Ihnen allen wünsche ich weiterhin Freude bei Ihrer hervorragenden Arbeit, für die ich mich herzlich bedanke.“

Im Anschluss an die Begrüßung konnten sich die Gäste bei Kaffee, Kuchen und Imbiss stärken, Glücksrad drehen, Dosen werfen, sich schminken und von Jung-Zauberer Arne Schmit in die Welt der Tricks und Illusionen entführen lassen. Regen Andrang gab es auch bei der Fotobox und am Kreativstand, an dem aus vielen einzelnen Bildern ein großes Kunstwerk entstand. Elisabeth Strodt dankte ihrem Team für die Vorbereitung und Unterstützung des Festes und den angehenden Hauswirtschafterinnen aus dem Berufsbildungswerk, die den Service übernahmen. Ihr Dank geht ebenso an die Familien: „Für Ihr Vertrauen, dass wir Ihre Angehörigen betreuen und begleiten dürfen.“

Impressionen vom Fest:

 Viel Spaß hatten die Gäste an der Fotobox.

Großen Andrang gab es auch beim Glücksraddrehen.

Auszubildende der Hauswirtschaft aus dem Berufsbildungswerk übernahmen den Kuchenverkauf und den Getränkeausschank.

Zauberer Arne Schmit begeisterte mit seinen Tricks.