Aktuelles
17. Oktober 2019
Werkstatt für Menschen mit Behinderung: 20 Jahre Gartenpflege bei Niels-Stensen-Kliniken in Thuine

Seit 20 Jahren pflegen die Landschaftspflege-Gruppen der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) des Christophorus-Werkes die Gartenanlagen des Elisabeth-Krankenhaus Thuine der Niels-Stensen-Kliniken. Um dies zu würdigen, kamen alle Beteiligten zu einem Jubiläums-Frühstück zusammen.


17. Oktober 2019
Unterstützt das Projekt InduS

Mit dem Projekt „InduS“ haben wir uns beim Sport-Thieme-Förderpreis beworben. Die Jubiläumsaktion ist gestartet und jeder kann per Online-Voting abstimmen.


30. September 2019
Lingen ist Vorbild für „Mehr Inklusion für Alle"

Es begann vor vielen Jahren mit engagierten Eltern und einer Vision von Christophorus-Werk-Geschäftsführer Georg Kruse. Seine klare Aussage: „Wir werden keinen neuen Behinderten-Sportverein gründen“. Das war der Startschuss der Initiative „LinaS“ des Christophorus-Werkes Lingen e.V. und für das Engagement einer ganzen Region.


24. September 2019
KinderHabenRechtePreis 2019: Christophorus-Werk•Kinder- und Jugendhilfe eine der Preisträgerinnen

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann und Kinderschutzbund verleihen den Niedersächsischen KinderHabenRechtePreis 2019: 9000 Euro für Initiativen in Niedersachsen, die sich für Kinderrechte stark machen am Weltkindertag


19. September 2019
Grundlehrgang zum Umgang mit der Motorsäge

Die BES•SER GmbH bietet einen Grundlehrgang "Motorsäge" für Privatpersonen an. Angesprochen sind nicht nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Christophorus-Werkes Lingen e.


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Aktuelles

Lingen ist Vorbild für „Mehr Inklusion für Alle"

Foto: Goolkids Bamberg e.V.

Das Konzept von „LinaS – Lingen integriert natürlich alle Sportler“ wurde von 2010 bis 2013 erfolgreich im Altkreis Lingen durchgeführt und seit 2013 mit dem Projekt „InduS – Inklusion durch Sport im Emsland“ bereits auf das ganze Emsland angepasst und übertragen. Viele Menschen fanden seither den Weg in ihre Vereine und Initiativen und leben Inklusion.  Und auch Oberbürgermeister Dieter Krone sollte Recht behalten. Im Rahmen der LinaS-Gala 2013 orakelte er: „Erst Lingen, dann das Emsland und danach bundesweit“.

Nun ist das Konzept des Christophorus-Werkes mit dem Projekt „MIA – Mehr Inklusion für alle“ und der Kooperation mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) in 10 Modellregionen in der ganzen Bundesrepublik angekommen. Von Bremerhaven bis Berlin, von Eutin bis Landsberg am Lech.

Seit Februar 2017 verbindet Frank Eichholt, Projektverantwortlicher bei LinaS und Koordinator bei InduS, nun als Berater des DBS den praxisorientierten Konzeptansatz der Initiative LinaS, mit dem Index für Inklusion im Sport. Das Konzept von LinaS setzt auf Partizipation von Menschen mit Behinderungen, wirkt unmittelbar in den Strukturen des organisierten Sports, denkt und handelt in komplexen gesellschaftlichen Netzwerken und Kooperationen, gestaltet und entwickelt den Bereich der Bildung und steht für Nachhaltigkeit.

Der Index im und durch Sport ist ein Leitfaden des DBS, der für die Thematik Inklusion im und durch Sport sensibilisieren und darüber informieren soll.

Beide Ansätze werden im Projekt MIA miteinander kombiniert und konnten durch die Unterstützung der Aktion Mensch Stiftung bundesweit erprobt werden.

Wie auch im Altkreis Lingen zu Beginn von LinaS, haben sich die 10 Modellregionen trotz ihrer regionalen Unterschiede erfolgreich im Themenfeld Inklusion weiterentwickelt. Frank Eichholt vom Christophorus-Werk gehört neben Projektkoordinator Manuel Beck und Projektleiter Kai Labinski zum dreiköpfigen MIA-Projektteam, welches in den Regionen gemeinsam mit den Hauptansprechpersonen der Modellregionen nachhaltige Entwicklungsprozesse ableitet.

So wurden in den Modellregionen Runde Tische ins Leben gerufen, tausende Menschen befragt, inklusive Sportfeste veranstaltet, Fachtagungen und Informationsveranstaltungen oder sogar ganze inklusive Sportwochen durchgeführt.

Weiterhin wurde ein bundesweites Online-Forum unter dem Motto „Sie fragen, wir finden gemeinsam Lösungen“ entwickelt und veröffentlicht. Ebenso wird der Index für Inklusion anhand der gemachten Erfahrungen im Projekt überarbeitet.

„Insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Frank Eichholt als Projektberater haben wir im Projekt MIA erkannt, dass der Aufbau von inklusiven Sportlandschaften in Städten und Kommunen über einen sehr praxisorientierten Ansatz funktioniert, bei dem es vor allem gelingen muss, einzelne Personen, Netzwerke und Kooperationspartner für das Thema Inklusion im und durch Sport zu gewinnen“, verrät Projektleiter Kai Labinski einen der wesentlichen Gelingensfaktoren in der Umsetzung inklusiver Maßnahmen in den Modellregionen.

Am 8. November wird das Projekt MIA, mit einer bunten Abschlussveranstaltung in Hannover, alle Ergebnisse vorstellen und das bis dahin größte Projekt des DBS offiziell beenden.

Somit wurde die Initiative LinaS des Christophorus-Werkes Lingen mit seinen vielen Mitwirkenden zum Vorbild für die Schaffung inklusiver Sportstrukturen in der ganzen Bundesrepublik und ist in aller Munde.

Den Erfolg dieses Konzeptes bestätigen auch weitere Anfragen nach dieser Expertise aus anderen Regionen, Fachverbänden und Institutionen. So ist noch 2020, in Kooperation mit der Bamberger Initiative „Goolkids Bamberg e.V. mit seinen Projektleiter Robert Bartsch, eine bundesweite Fachtagung in Lingen in Planung.

Aber auch die Initiative LinaS ist weiterhin aktiv, unterstützt die inklusive Weiterentwicklung Lingener Sportvereine und bietet ihnen Fördermöglichkeiten an. Zudem wird am 7. Juli 2020 das inklusive Rockkonzert „Rock das Leben“ im Herzen von Lingen stattfinden. Ein weiteres Zeichen, dass  Inklusion keine Illusion ist.

Wir danken allen Mitwirkenden und Unterstützern.

Weitere Informationen und Zugang zum Infoforum unter: https://www.mehr-inklusion-fuer-alle.de/

Kontakt LinaS: http://linas-lingen.de/