Aktuelles
20. September 2017
Team Road Runner zeigt sich laufstark

Das Team, bestehend aus Teilnehmenden des Berufsbildungswerkes, landete erfolgreich unter den ersten Drei beim Laufwettbewerb der WfbM Aurich-Wittmund.


20. September 2017
Einweihung Kita Regenbogen

Dank des neuen Anbaus spielen und lernen seit diesem Sommer Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam am Schallenbach 3 in Lingen.


18. September 2017
An einem Tag um die Welt

Mosaik-Schule lobt gute Zusammenarbeit beim Schulfest - voller Erfolg für Mitwirkende und Gäste


14. September 2017
Faires Frühstück: Anmeldung noch möglich!

Bis zum 20. September ist eine Anmeldung für das Faire Frühstück noch möglich. Details zu der Veranstaltung finden Sie in den unten stehenden Meldung „Mit gutem Gewissen genießen“. Dabei sein lohnt sich!


07. September 2017
Mit gutem Gewissen genießen

Stadt Lingen und Kirchengemeinden laden zum 3. Fairen Frühstück ein


Startseite > Aktuelles > Mit dem E-Roller zum Ausbildungsbetrieb

Aktuelles

Mit dem E-Roller zum Ausbildungsbetrieb

Sechs Elektroroller von emco e-scooter aus Lingen sind jetzt Eigentum des Christophorus-Werkes Lingen e. V. Sie werden dringend benötigt, damit die Auszubildenden des Berufsbildungswerkes (BBW) zu ihren Praktikumsbetrieben kommen. Am 17. August übergaben emco-Mitarbeiter die Fahrzeuge an BBW-Ausbilder Ludger Kamphus und sechs Auszubildende zum Werker in der Landwirtschaft.

Mobilität ist Voraussetzung in der Ausbildung

Zwischen dem Christophorus-Werk und emco gibt es eine schon rund 40 Jahre währende Partnerschaft. Beschäftigte der Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeiten im Unternehmen auf ausgelagerten Werkstattarbeitsplätzen. Mitte des Jahres kamen beide Parteien ins Gespräch, weil ein Problem immer dringlicher wurde.

Ausbilder Kamphus erläutert, worum es geht: „Die jungen Menschen, die bei uns ihre unterstützte Ausbildung machen, sollen schon während ihrer Lehre so viel wie möglich praktisch in Betrieben lernen. Das ist die Vorgabe für alle, die im Berufsbildungswerk eine verzahnte Ausbildung mit Betrieben machen. Dabei lernen sie mindestens sechs, maximal 18 Monate in einem Unternehmen praktische Ausbildungsinhalte und das Arbeitsleben unter Realbedingungen kennen.“

Dieser große Vorteil habe jedoch einen Nachteil: „Die Azubis müssen zwischen Berufsschule, BBW und Betrieb pendeln.“ Weite Wege sowohl für die, die im Internat des Berufsbildungswerkes wohnen als auch für jene, die von außerhalb kommen. „Wer um sechs Uhr morgens auf einem Hof in Emsbüren anfängt und kein Auto hat, hat es schwer“, sagt Kamphus. Der öffentliche Nahverkehr ist zu wenig ausgebaut, nicht immer sind Mitfahrgelegenheiten möglich.

Steckdose statt Tankstellensuche

Dank der Elektroroller sind die Jugendlichen jetzt mobil und selbstständiger. Die Entscheidung der Verantwortlichen im Christophorus-Werk, Elektroroller anzuschaffen, hat mehrere Gründe: Sie sind umweltfreundlich und vor allem auf lange Sicht kostengünstig. „Wir reden hier von rund 60 Cent Stromkosten pro gefahrene hundert Kilometer“, sagt Hans-Günter Walter, Gebietsverkaufsleiter von emco. „Das schafft kein benzinbetriebenes Fahrzeug. Eine Akkuladung reicht für etwa 60 Kilometer.“

Alle Roller haben einen Zweitakku zum Wechseln an Bord. Doch Strom sei praktisch überall zu bekommen. In Abstimmung mit Unternehmen und Berufsschule können die Azubis bei Ankunft einfach den Stecker in die Steckdose stecken und zur Abfahrt mit vollgeladenem Akku weiterfahren. Gerade in ländlichen Gegenden bleibt ihnen so die Suche nach der nächsten Tankstelle erspart – und sie lernen nebenbei, mit alternativen Antriebsmodellen umzugehen. Service und Wartung übernimmt die Firma Rad und Roller an der Kaiserstraße in Lingen. „Wir liegen zentral in Lingen und sind Ansprechpartner bei allen Fragen sowie für die Inspektion“, sagt Inhaber Andreas Lutter. „Die erste wird nach 500 gefahrenen Kilometern fällig. Danach verlängern sich die Intervalle.“

Führerscheinfinanzierung bleibt schwierig

Den Auszubildenden war die Freude über das neue Fortbewegungsmittel bei der Übergabe anzusehen. Nach einer kurzen Proberunde fuhren sie selbstständig ins Berufsbildungswerk zurück.

Alle sechs haben einen Führerschein mindestens der Klasse B – Grundvoraussetzung für ihren späteren Beruf. „Doch längst nicht alle unserer rund 300 Azubis, die aus der ganzen Bundesrepublik zu uns kommen, haben den begehrten Schein“, sagt Ausbilder Kamphus. Oftmals sei Selbstständigkeit und Mobilität aber Grundvoraussetzung in den Betrieben und Bedingung, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Die Finanzierung von Fahrschulstunden sei eine weitere Hürde zu mehr Mobilität: „Viele können es sich nicht selbst leisten.“ Aus diesem Grund sammelt das Christophorus-Werk unter dem Motto „Mit Mobilität in den Arbeitsmarkt“ Spenden speziell zur Unterstützung der Fahrausbildung der Auszubildenden und die Anschaffung weiterer E-Roller (Spendenkonto 83170 bei der Sparkasse Emsland).