Aktuelles
24. Februar 2021
Ausbildung ohne Schulgeld auch in der Heilerziehungspflege

Stipendien von Christophorus-Werk Lingen und VITUS Meppen machen Gleichbehandlung mit Pflegefachkräften und Erzieherinnen und Erziehern an der Marienhausschule möglich


23. Februar 2021
Menschen mit Behinderungen in der Corona-Pandemie

Stellungnahme des Niedersächsischen Ethikrates


22. Februar 2021
Pilotprojekt „Heilerziehungshilfe“ im Christophorus-Werk gestartet

Nach dem Projekt „QUEBE“ ist am 18. Januar nun auch das Pilotprojekt „Heilerziehungshilfe“ im Fachbereich „Berufliche Bildung und Arbeit“ des Christophorus-Werkes gestartet.


22. Februar 2021
Pflegekräfte im Christophorus-Werk ausgebildet

Maßnahme „QUEBE“ qualifiziert SGBII-Empfänger erfolgreich zu Helfern in der Pflege und zu Betreuungskräften


18. Februar 2021
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Aktuelles

Pilotprojekt „Heilerziehungshilfe“ im Christophorus-Werk gestartet

Nach dem Projekt „QUEBE“ ist am 18. Januar nun auch das Pilotprojekt „Heilerziehungshilfe“ im Fachbereich „Berufliche Bildung und Arbeit“ des Christophorus-Werkes gestartet. An diesem über den europäischen Sozialfonds finanzierten Projekt nehmen insgesamt 19 Männer und Frauen aus dem SGB II-Bezug (Hartz IV) teil. Hintergrund für die Entwicklung ist der zunehmende Fachkräftemangel in den pflegerischen und erzieherischen Berufsfeldern, der den dort angestellten Mitarbeitenden ein zunehmendes Maß an Mehrbelastung abverlangt.

Mit der Qualifizierung zur „Helferin oder zum Helfer in der Heilerziehungspflege“ setzt auch dieses Projekt dort an, wo Pflegeeinrichtungen schon lange Potenzial zur Entlastung der Fachkräfte sehen. Durch die Unterstützung von qualifizierten Helferinnen und Helfern kann sich das Fachpersonal auf wesentliche fachliche Aufgaben konzentrieren und andere Arbeiten delegieren.

Im ebenfalls im Christophorus-Werk durchgeführten Projekt „Quebe“ werden seit Ende 2019 Pflege- und Betreuungskräfte ausgebildet. Diese für den gängigen (alten-)pflegerischen Bereich vermittelten Inhalte sind jedoch für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung nicht immer ausreichend. Die Inhalte der „Heilerziehungshilfe“ richten sich nach den Rahmenrichtlichtlinien des bis 2009 offiziellen Berufes des/der Heilerziehungspflegehelfer/in. In Absprache mit der Landesschulbehörde werden diese den aktuellen Rahmenbedingungen angepasst. Das Christophorus-Werk plant langfristig eine Schule zur Ausbildung von Helferinnen und Helfern in der Heilerziehungspflege.

Das Projekt ist vergleichbar einer dualen bzw. verzahnten Ausbildung. Die Teilnehmenden haben 2-3 Tage theoretischen Unterricht und 2-3-Tage Praxiseinsätze. Die inhaltliche Verknüpfung wird dabei von Dozentin Christiane Weßling, Mitarbeiterin im Wohnheim Schapen, übernommen.

Folgende Schwerpunkte werden größtenteils von den Teilnehmenden eigenständig erarbeitet:

  • Berufliches Selbstverständnis entwickeln
  • Beziehungen gestalten und Gruppenprozesse begleiten
  • Lebensweltorientiert unterstützen und begleiten
  • Individuell begleiten und pflegen
  • An den Prozessen der Wahrnehmung, Gestaltung und Darstellung mitwirken

Die Teilnehmenden sind zwischen 25 und 45 Jahre alt und aus ganz unterschiedlichen Gründen im Bezug der SGB II-Leistungen. Mit der Ausbildung machen sie alle einen großen Schritt zurück auf den Arbeitsmarkt. Auf Grund ihres Alters, einer bereits erfolgreichen Berufsausbildung oder eines nicht ausreichenden Hauptschulabschlusses ist ihnen der Zugang zu den gängigen schulischen Ausbildungen in der Heilerziehungshilfe nicht möglich.

Während der gesamten Ausbildung werden die Teilnehmenden von der Projektleiterin und Sozialpädagogin Eva Paetzold vom Christophorus-Werk begleitet und unterstützt. Die Teilnehmenden münden nach einer zweimonatigen Eignungsfeststellung in die eigentliche Qualifizierung ein. Danach durchlaufen sie jeweils für drei bis vier Monate lang drei verschiedene Praxisfelder, sodass auch hier eine Kontinuität in der Arbeit mit den zu betreuenden Menschen gewährleistet ist. Eine spätere Qualifizierung zur Fachkraft ist möglich.