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26. Oktober 2017
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"Stoßen Sie Veränderungen an!"

Zur Feierstunde in der Aula des Franziskusgymnasiums kamen am Samstag, den 19. August, Angehörige, Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Leitungskräfte des Christophorus-Werkes Lingen e. V. und Vertretende von IHK, Landwirtschaftskammer und Verbänden zusammen, um den jungen Menschen die besten Wünsche mit auf den Weg zu geben.

Ausbildung bedeutet Entwicklungsschritt

„Man hat Ihnen schon oft erzählt, dass jetzt der Ernst des Lebens beginne“, sagte Ausbildungsleiter Andreas Gaida in seiner Rede. „Doch wie zu viel Leichtsinn kann auch zu viel Ernst Schaden anrichten. Ich wünsche Ihnen, dass Sie ein gutes Gleichgewicht zwischen Ernst und Spaß, zwischen Arbeit und Privatleben, zwischen Leistung und Entspannung finden werden. Stoßen Sie Veränderungen an. Und bewahren Sie sich die spielerische Neugier auch an Ihrer Arbeitsstelle und in Ihrem Beruf.“

Im Anschluss sahen die Gäste einen Kurzfilm über die Unterstützung von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung und deren Betriebspraktika. Klaus van Kampen, Bereichsleiter Berufliche Bildung und Arbeit, hob die Bedeutung dieser Entwicklung hervor: „Es bringt den Auszubildenden nicht nur ein Plus an Erkenntnissen und Wissen, sondern auch ein großes Stück in ihrer Entwicklung weiter. Sie finden in den Betrieben Realbedingungen vor, die wir ihnen im BBW nicht in diesem Umfang bieten können.“ Allein im letzten Ausbildungsjahr haben die Auszubildenden des BBW insgesamt 500 Praktika absolviert.

Eine abgeschlossene Ausbildung öffnet Türen

Anschließend moderierte van Kampen ein Gespräch zwischen Absolventin Franziska Oelsner, Absolvent Julian Hempen und Frank Hanzlik, Geschäftsführer Spedition der Firma Georg BOLL GmbH & Co. KG aus Meppen zum Thema „Ausbildung und ihre Bedeutung heute“.

Hanzlik vermittelte den Zuhörenden dabei die Sichtweise der Unternehmen: „Für uns ist es leichter, jemanden mit abgeschlossener Ausbildung einzustellen. Dann können wir sicher sein, dass derjenige entsprechende Vorkenntnisse hat und ersparen uns das mühsame Anlernen von grundlegenden Dingen.“ Dass der Anteil betrieblicher Praxis in der Ausbildung gestiegen ist, befürworte er: „Wir haben seit über einem Jahr eine komplette Ausbildungsgruppe aus dem BBW in unserem Lager in Meppen-Nödike und es läuft super. Alle lernen mit- und voneinander. Auf den ersten Blick sieht man heute zwischen den jungen Leuten aus dem BBW und den eigenen Mitarbeitern keinen Unterschied.“ Seine Empfehlung an die Absolventinnen und Absolventen: „Finden Sie den Beruf, der Ihnen Freude macht. Das wird sich auch in Ihrer Arbeitsleistung widerspiegeln und bringt Zufriedenheit.“

Dank für die individuelle Unterstützung

Die meisten der Absolventinnen und Absolventen haben einen Arbeitsvertrag in der Tasche. Franziska Oelsner wird als ausgebildete Gärtnerin mit dem Schwerpunkt Baumschule in eine Gärtnerei gehen. Julian Hempen wird als Fachwerker in der Landwirtschaft arbeiten. „Während der Ausbildung habe ich vor allem auf den Höfen viel Neues dazu gelernt“, sagt er. Auf die Frage, was ihnen während ihrer Zeit im Berufsbildungswerk am meisten gebracht habe, waren sich Oelsner und Hempen einig: „Die individuelle Unterstützung, die wir hier im BBW bekommen haben. Die Lernhilfe, die Betreuung, der Stützunterricht haben uns bis zum Abschluss gut begleitet.“

Ehrungen für besondere Leistungen

Nach dem Gespräch überreichten van Kampen, Ausbildungsleiter Gaida und Andre Backhaus als stellvertretender Internatsleiter Erinnerungspräsente an die Absolventinnen und Absolventen. Aus jedem der Berufsfelder, in denen das BBW ausbildet, erhielt außerdem eine Person eine Ehrung für besonders herausragende Leistungen. Musikalisch passend begleitete Daniela Wilke, Mitarbeiterin des Internates, die Feierstunde mit Gesang und Gitarrenspiel. Abschließend luden die Veranstalter zum Buffet.

Das Berufsbildungswerk bildet rund 300 junge Menschen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf in neun verschiedenen Berufsfeldern aus. Ein Team aus verschiedenen Fachkräften und ein individuelles Förderkonzept begleiten die jungen Menschen vom Beginn der Ausbildung bis zum Übergang auf den Arbeitsmarkt.