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Aktuelles
03. September 2020
Gelingende Kommunikation im Sport

InduS und die emsländischen Vielfalter setzen den 10. Oktober als neuen Termin für gemeinsame Fortbildung an.


02. September 2020
Gegenseitiges Kennenlernen am neuen Standort in Spelle

Erstes Treffen der Christophorus-Werk-Geschäftsführung mit Spelles Samtgemeindebürgermeisterin Lindemann


31. August 2020
Wochenserie zum Thema „Gelingende Kommunikation" bei Radio „Ems-Vechte-Welle"

Die „Ems-Vechte-Welle" berichtet in ihrer aktuellen Wochenserie über das Thema „Gelingende Kommunikation“. Projektleiter Helge Sonnenberg informiert in fünf Folgen jeweils über einen der „Fünf Standards der Gelingenden Kommunikation".


25. August 2020
„Mehr Leistung muss ankommen"

Christophorus-Werk-Geschäftsführung und CDU-Politiker Albert Stegemann im Austausch über das BTHG


19. August 2020
Werderfreunde spenden für Pflegekräfte

„Nicht nur für Pflegekräfte klatschen, sondern auch Taten folgen lassen“ – das war das Motto einer großen Mitmach-Aktion des offiziellen Werder Bremen Fanclubs „Werderfreunde Emsland Süd“ aus Langen. Die Fußballfans haben neben vier Pflegeeinrichtungen auch das Christophorus-Werk besucht und jeweils ein großes Dankeschön-Paket überreicht.


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Aktuelles

Kommunikation mit Gehörlosen oder mit Hilfe von Symbolen, elektronische Kommunikationshilfen, Einfache und Leichte Sprache: Es gibt verschiedene Wege, miteinander zu kommunizieren. Dafür muss man nicht sprechen können. „Austausch gelingt aber nur, wenn Sender und Empfänger die gleiche Kommunikationsform nutzen“, sagt Helge Sonnenberg, Projektleiter für Gelingende Kommunikation des Christophorus-Werkes Lingen. Damit ist er einer der Vielfalter – Experten für Teilhabe, einem Zusammenschluss von acht Trägern der Komplexeinrichtungen der Behindertenhilfe für insgesamt 17.000 Menschen mit Behinderungen im Emsland und im südwestlichen Niedersachsen. Dort wurde aus der Erkenntnis, dass Menschen mit verschiedenen Behinderungen unterschiedliche Bedarfe bezüglich der Kommunikationsarten aufweisen, das Projekt Gelingende Kommunikation entwickelt, das diese nicht nur feststellt, sondern Lösungsmöglichkeiten anbietet. So sind bereits fünf Broschüren für Kommunikation mit beispielsweise Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen oder gehörlosen Menschen in Einfacher Sprache entstanden. Jetzt ist eine weitere geplant, die die Kommunikation mit blinden und sehbehinderten Menschen thematisiert.

Dazu kamen Sonnenberg und Ruth Tuschinski, Förderschullehrerin und Beauftragte für Gelingende Kommunikation aus Papenburg am 22.09.20 im Landesbildungszentrum für Blinde in Hannover mit Kerstin Schäfer, Förderschullehrerin und Abteilungsleiterin im LBZB, Claas Proske, Förderschullehrer und Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen/Bremen vom Verband für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik (VBS), und mit Gerd Schwesig (Vernetzung und Soziales) und Jochen Bartling (Öffentlichkeitsarbeit) vom Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen (BVN) zusammen, um sich Expert*innenrat einzuholen. Allgemeinen und detaillierten Informationen zu Formen der Seheinschränkungen folgten ganz konkrete zum Umgang mit blinden und sehbehinderten Menschen: Wie spricht man seheingeschränkte Menschen an? Welche Informationen müssen vermittelt werden? Wie beschreibt man etwas? Darf man „sehen“ sagen? Nach drei Stunden stand fest: die sechste Broschüre wird zusammen mit den beteiligten Personen entwickelt werden!

Vor dem Brunnen des LBZB v.li.n.re.: Nadja Achón, Helge Sonnenberg, Ruth Tuschinski, Annette Rebers, Gerd Schwesig, Claas Proske, Jochen Bartling, Kerstin Schäfer

Die Runde komplettierten Annette Rebers, Koordinatorin Entlastende Dienste und Nadja Achón, Mitarbeiterin Migrationsberatung des DRK Emsland, die das Drehbuch zu einem zwei- bis dreiminütigen Film vorstellten. Zielgruppe des Films ist die allgemeine Öffentlichkeit, die für den Umgang mit seheingeschränkten Menschen sensibilisiert werden soll. „Der Film, das Projekt Gelingende Kommunikation und die Broschüre sind Meilensteine auf dem Weg zu gleichberechtigter Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen in Niedersachsen“, sagt Gerd Schwesig, selbst blind und zuständig für Vernetzung und Soziales beim BVN. „Die im Emsland geleistete Arbeit wird weit über die Region hinaus wirken“, ist er sich sicher.

(c) Annette Kitzinger, Metacom

Am 17. September findet der Tag der Patientensicherheit statt. Bereits seit 2015 ruft das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) an diesem Tag zu Aktionen auf, die zur Patientensicherheit beitragen. Im vergangenen Jahr hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihn sogar zum Welttag der Patientensicherheit erklärt und damit die Wichtigkeit dieses Themas hervorgehoben. An der Hochschule Osnabrück mit dem dualen Bachelorstudiengang Pflege am Campus Lingen steht die sichere Gesundheitsversorgung jedoch nicht nur an diesem Tag im Mittelpunkt.
 
„Professionell Pflegende tragen zu einer sicheren Gesundheitsversorgung von Bürger*innen bei, indem sie Gesundheitsrisiken identifizieren, Patient*innen und Angehörige darüber informieren und gezielt Maßnahmen einleiten“, erklärt Prof. Dr. Rosa Mazzola, Professorin für Pflegewissenschaft am Campus Lingen.

Dr. Daniel Kalthoff, Koordinator des GesundheitsCampus der Hochschule und Universität Osnabrück als regionale Plattform für Austausch von Wissenschaft und Praxis, ergänzt: „Das Thema ist komplex und verlangt nach einer fundierten wissenschaftlichen Betrachtung - auch um wirksame Maßnahmen für die Praxis ableiten zu können. Für den GesundheitsCampus Osnabrück ist Patientensicherheit daher ein ganz zentrales Thema.“

Aktionsstände zur Patientensicherheit in der Lingener Innenstadt

Am 17. September weist der duale Studiengang Pflege des Campus Lingen von 10 bis 13 Uhr gemeinsam mit Praxis- und Kooperationseinrichtungen, Betroffenen und pflegenden Angehörigen in der Lingener Innenstadt auf die Bedeutung einer sicheren Gesundheitsversorgung durch gemeinsames Handeln in der Region hin. 

„Die Veranstaltung soll auf das starke und gemeinschaftliche Engagement aller im Gesundheits-, Pflege- und Sozialwesen tätigen Personen, ob beruflich oder selbst betroffen, aufmerksam machen. Patientenschutz, sichere Gesundheitsversorgung sowie der Schutz von Gesundheitsberufen geht uns alle an“, betont Mazzola.  
 
Mit orangefarbener Sprühkreide werden Bürger*innen in der Stadt auf die Veranstaltung hingewiesen und auf den Marktplatz geführt. Ein Parcours mit verschiedenen Aktionsständen rund um das Thema Patientensicherheit lädt ein, sich in unterschiedlichen Bereichen zu informieren und aktiv mitzumachen. So kann beispielsweise der Test mit einer UV Desinfektionslampe, bereitgestellt durch das Bonifatius Hospital Lingen und dem GesundheitsCampus Osnabrück, Lücken in der Händedesinfektion aufzeigen. Zudem bieten der duale Studiengang Pflege des Campus Lingen sowie einige Selbsthilfegruppen der Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfe (KoBS) des Paritätischen Emsland Hilfsmittel zum Anfassen und Ausprobieren an, etwa bei Geh- oder Sehbeeinträchtigungen.
 
Das Christophorus-Werk Lingen berichtet über Lösungsmöglichkeiten gelingender Kommunikation und hält ebenfalls Hilfsmittel bereit. Darüber hinaus weist eine Fotoausstellung auf die aktuellen Sicherheitsbedingungen der Pflege-Studierenden unter COVID-19 Bedingungen hin.  
 
Live-Videobotschaften und persönliche Geschichten von Pflegestudierenden
 
Die Veranstaltung kann auch online verfolgt werden. Zu erwarten sind Live-Videobotschaften aus der Lingener Innenstadt. In digitalen Formaten werden in den sozialen Medien und auf dem eigenen Instagram-Kanal des dualen Studiengangs Pflege am Campus Lingen (www.instagram.com/pflege_dual_lingen/) persönliche Geschichten von Pflegestudierenden veröffentlicht.  
 
Neben verschiedenen Gebäuden in Osnabrück wird von 20 bis 21 Uhr auch der Campus Lingen orangefarben illuminiert, um das Bekenntnis für eine sichere Gesundheitsversorgung zu bekräftigen.