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15 stolze Heilerziehungspflege-Helferinnen

Mit einer feierlichen Zertifikatsübergabe endete im Christophorus-Werk Lingen e. V. die Qualifizierungsmaßnahme „Qualifizierung zum/r Helfer*in in der Heilerziehungs-(Pflege)“. 15 Teilnehmende haben den Kurs erfolgreich abgeschlossen und damit einen wichtigen Schritt für ihre berufliche Zukunft gemacht.

Mehrere Menschen stehen auf dem Marktplatz des Christophorus-Werkes und halten Urkun-den in den Händen.

Die Maßnahme startete am 19. Mai 2025 in Kooperation mit dem Jobcenter Emsland in den Räumen des Christophorus-Werkes. Gefördert wurde das Projekt mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) sowie des Landes Niedersachsen.

Qualifizierung für Pflege, Betreuung und Heilerziehungspflege

Ziel der Qualifizierung war es, Menschen für Tätigkeiten in der Pflege, Betreuung und Begleitung von Menschen mit Unterstützungsbedarf vorzubereiten und ihnen neue berufliche Perspektiven zu eröffnen. Die Teilnehmenden absolvierten dafür verschiedene theoretische und praktische Module aus den Bereichen Pflege und Heilerziehungspflegehilfe.

Besonders wichtig war die enge Verbindung von Theorie und Praxis: Vierwöchige Praxiseinsätze ermöglichten den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in den Berufsalltag und stärkten ihre Handlungssicherheit im Umgang mit Menschen.

Eine Absolventin bekommt ihr Zeugnis von der Kursleitung überreicht.

 

Motivation, Vielfalt und persönliche Entwicklung

Projektleiterin Eva Paetzold blickt auf eine besonders engagierte Gruppe zurück: „Viele Teilnehmende – insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund – brachten bereits berufliche Qualifikationen und soziale Kompetenzen aus ihren Herkunftsländern mit und bereicherten die Maßnahme durch ihre Motivation und Kreativität.“

Gleichzeitig zeigte sich, dass sprachliche Herausforderungen den Einstieg in die berufliche Praxis erschweren können. Gerade die Praxisphasen machten sichtbar, wie wichtig die enge Verzahnung von Theorie und praktischer Arbeit ist: Während der Einsätze verbesserten viele Teilnehmende ihre Sprachkenntnisse spürbar. Für zukünftige Kurse soll dieser Ansatz deshalb weiter ausgebaut werden.

Neue Chancen für Ausbildung und Beruf

Auch die ergänzende Förderung der Allgemeinbildung auf Hauptschulniveau erwies sich als wichtiger Bestandteil der Maßnahme. Sie half dabei, Ängste vor schulischem Lernen und Ausbildungssituationen abzubauen und neue Perspektiven zu eröffnen.

„Für viele Teilnehmende war dieser Kurs erst der Beginn einer neuen beruflichen Laufbahn“, erklärt Eva Paetzold. Einige hätten bereits eine Arbeitsstelle – überwiegend im pflegerischen Bereich – gefunden. Andere setzen ihren Bildungsweg mit weiteren Qualifizierungsmaßnahmen fort. Zwei Teilnehmerinnen beginnen im Anschluss eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin – unterstützt unter anderem durch das HEP-Stipendium des Christophorus-Werkes. „Darüber freuen wir uns besonders, denn Fachkräfte in der Heilerziehungspflege werden dringend benötigt.“

Vielfältige Inhalte mit starkem Praxisbezug

Zu den Inhalten gehörten unter anderem der Vertiefungskurs „Individuell begleiten und pflegen“, delegierbare Behandlungspflege sowie die Qualifizierung zur Betreuungskraft nach § 53c SGB IX. Ergänzt wurde die Maßnahme durch Module wie „Berufliches Selbstverständnis im Umgang mit Menschen mit Behinderung“, „Beziehungen gestalten und Gruppenprozesse erkennen und nutzen“ oder „Die Lebenswelt behinderter Personen unterstützen und begleiten“. Auch Erste-Hilfe-Kurse für verschiedene Zielgruppen waren Bestandteil der Qualifizierung.

Beitrag zur Fachkräftesicherung

Michael Steinkamp, Leitung des Fachdienstes Arbeit nach Maß im Christophorus-Werk, betont die Bedeutung des Projekts: „Diese Maßnahme ist ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung – insbesondere im sozialen Bereich. Gleichzeitig eröffnet sie Menschen mit persönlichen, gesundheitlichen oder sprachlichen Herausforderungen neue berufliche Chancen und Perspektiven. Durch die Kombination aus Theorie, Praxis und sozialpädagogischer Begleitung erhalten sie die Möglichkeit, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln und langfristig auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.“

Auch Kursleiterin Eva Paetzold blickt stolz auf die vergangenen Monate zurück: „Die Teilnehmenden haben sich in diesem Jahr großartig entwickelt. Fachliche, soziale und sprachliche Kompetenzen sind hinzugekommen – sie sind bereit für den nächsten Schritt. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die berufliche Zukunft.“


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