45 Jahre Christophorus-Werk: Ina Hartholt verabschiedet sich in den Ruhestand
Veröffentlicht am: 04.09.2026
Klazina Hartholt – von allen nur Ina genannt – ist ein echtes Urgestein des Christophorus-Werkes. 45 Jahre lang hat sie Menschen begleitet, Angebote mitentwickelt und Verantwortung übernommen. Zuletzt leitete sie die Kinder- und Jugendhilfe. Nun verabschiedet sie sich in den Ruhestand.

Begonnen hat alles 1981 – zu einer Zeit, als das Christophorus-Werk noch „Kinderhilfe e. V.“ hieß. Nach ihrer ersten Bewerbung erhielt Ina zunächst eine Absage. Doch Aufgeben kam für sie nicht infrage: Sie bewarb sich einfach noch einmal. Dieses Mal mit Erfolg. Nach einem kurzen Vorstellungsgespräch startete die ausgebildete Gymnastiklehrerin als pädagogische Mitarbeiterin im Internat des Berufsbildungswerkes.
Sport, Musik und die Arbeit mit Menschen
Schnell zeigte sich, dass die Arbeit mit jungen Menschen genau das Richtige für Ina war. Sport wurde dabei zu einem wichtigen Bestandteil: Volleyball, Jazzdance oder gemeinsame Laufrunden gehörten ebenso dazu wie Musikgruppen, in denen sie ihre zweite große Leidenschaft einbringen konnte.
„Für den Menschen da zu sein und ihn zu unterstützen, das war mein täglich Brot“, sagt Ina rückblickend. „Man spürt einfach, dass das, was man tut, sinnvoll ist. Dass man Menschen mit der eigenen Arbeit unterstützen und sie weiterbringen kann.“
Auch fachlich entwickelte sie sich immer weiter. Berufsbegleitend absolvierte Ina zunächst die Ausbildung zur Erzieherin und später – aus eigenem Antrieb – ein Studium der Sozialen Arbeit an der Saxion in Enschede. Gleichzeitig übernahm sie zunehmend Verantwortung: von der Assistentin der Internatsleitung bis hin zur Internatsleitung. Rund 30 Jahre lang prägte sie das Leben im Internat des Berufsbildungswerkes.
Eine neue Kinder- und Jugendhilfe entsteht
Als das Christophorus-Werk im Jahr 2011 begann, ein eigenes Angebot der Kinder- und Jugendhilfe aufzubauen, war Ina von Anfang an dabei. Sie übernahm die Leitung des neuen Bereichs und entwickelte ihn über viele Jahre entscheidend mit.
Aus den Anfängen entstand eine Kinder- und Jugendhilfe mit heute mehr als 120 Mitarbeitenden und vielfältigen stationären und ambulanten Angeboten.
„Ideen und Konzepten Leben einzuhauchen und sie zu realisieren – das ist ein großes Talent von Ina Hartholt“, beschreibt Geschäftsführer Stefan Kerk eine ihrer besonderen Stärken.
Dabei war Ina als Führungskraft eines besonders wichtig: nah an den Menschen zu bleiben. Dorthin zu gehen, wo sie gebraucht wurde, zuzuhören und auch das eigene Handeln immer wieder zu hinterfragen. Diese Haltung erwartete sie auch von ihren Mitarbeitenden: sich selbst zu reflektieren und regelmäßig zu prüfen, ob das eigene Handeln für den Menschen gerade das Richtige ist.
Eine Kollegin bringt Inas Führungsverständnis auf den Punkt: „Sie war da, wenn man sie brauchte, und hat sich immer für uns Mitarbeitende eingesetzt.“
45 Jahre Christophorus-Werk – und eine Kinder- und Jugendhilfe, die ihre Handschrift trägt
Nach 45 Jahren endet nun Inas beruflicher Weg im Christophorus-Werk. Was bleibt, ist weit mehr als die Erinnerung an eine lange berufliche Laufbahn. Ina hat Entwicklungen angestoßen, Verantwortung übernommen und insbesondere die Kinder- und Jugendhilfe entscheidend geprägt.
Ihre Spuren bleiben – in den Angeboten, die sie mit aufgebaut und weiterentwickelt hat, und vor allem bei den vielen Menschen, die sie in all diesen Jahren begleitet hat.
Liebe Ina, danke für 45 Jahre Christophorus-Werk und für eine Kinder- und Jugendhilfe, die bis heute deine Handschrift trägt.