Richtfest der inklusiven Kita „Blumenwiese“ in Holthausen-Biene
Veröffentlicht am: 28.03.2026
Mit dem Richtfest der neuen inklusiven Kindertagesstätte „Blumenwiese“ in Holthausen-Biene hat das Christophorus-Werk einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer inklusiv ausgerichteten Kita-Landschaft in der Region erreicht.

Auf einer Fläche von rund 1.300 Quadratmetern entstehen nach den Plänen des Lingener Architekturbüros Liedtke moderne und großzügige Räume für insgesamt sechs Kindergartengruppen. Die Baustelleneinrichtung und der Rohbau werden durch das Bauunternehmen Gels realisiert. Mit einer Investition von rund fünf Millionen Euro verbindet das Christophorus-Werk den Ausbau frühkindlicher Bildungsangebote mit nachhaltigen Energiekonzepten.
Stefan Kerk, Geschäftsführer des Christophorus-Werks, betonte die Bedeutung des Projekts: „Mit der Kita Blumenwiese schaffen wir einen Ort, an dem Kinder bestmögliche Voraussetzungen für ihren weiteren Bildungsweg erhalten. Gleichzeitig bringen wir unser Ziel, Inklusion von Anfang an selbstverständlich zu leben, einen entscheidenden Schritt voran.“
Dr. Walter Höltermann, 1. Vorsitzender des Vereins, ergänzte: „Inklusion beginnt im Denken und zeigt sich im Handeln. Entscheidend ist, dass wir Verantwortung übernehmen und konkrete Angebote schaffen. Es freut uns sehr, dass wir dieses wichtige Projekt nun sichtbar voranbringen.“

Auch die Stadt Lingen unterstützt das Vorhaben ausdrücklich. Oberbürgermeister Dieter Krone unterstrich: „Der Bau dieser Kita stärkt die Bildungsinfrastruktur in unserer Stadt erheblich. In Verbindung mit der benachbarten Grundschule entsteht hier ein wertvoller Bildungsstandort. Viele Menschen in Holthausen-Biene haben lange auf diese Entwicklung gewartet – umso wichtiger ist es, dass wir nun gemeinsam vorankommen.“
Mit dem Richtfest in Biene und der offiziellen Eröffnung der Kita „Kunterbunt“ in Freren im April kommt das Christophorus-Werk seinem Ziel einer flächendeckenden inklusiven Kita-Struktur in Lingen und Umgebung ein großes Stück näher. Bereits heute gilt die Kita Regenbogen in Lingen-Laxten als Vorzeigeprojekt gelebter Inklusion.
Das Christophorus-Werk wird damit Träger von drei großen inklusiven Kita-Standorten in Laxten, Holthausen-Biene und Freren. Ergänzt wird das Angebot durch eine kooperative Trägerschaft mit der Gemeinde Spelle in der Kita an der Bahn.

Durch die Bündelung bislang verteilter heilpädagogischer und sprachheilpädagogischer Angebote mit Krippen- und Kindergartengruppen entstehen moderne, inklusive Lernorte für Kinder mit und ohne Unterstützungsbedarf. „Noch haben wir zwei heilpädagogische Gruppen am Standort an der Hohenfeldstraße. Damit auch diese Kinder die Möglichkeit einer inklusiven Kita-Umgebung bekommen, haben wir uns für den Standort in Holthausen-Biene eingesetzt. Wir sind froh, dass unser Ziel mit dem Richtfest nun zum Greifen nah ist“, so Stefan Kerk. Mit Blick auf eine mögliche Umwandlung übernahm das Christophorus-Werk bereits vor zwei Jahren die Trägerschaft der Kita St. Birgitta in Holthausen-Biene. Hier werden zurzeit Kinder in zwei Krippen- und einer Kita-Gruppe betreut. „Wir freuen uns, dass die Kinder und Erzieherinnen bald in schöne neue Räumlichkeiten umziehen können“, betont Stefan Kerk und verweist auf ein mögliches Einzugsdatum zum Kita-Jahr 2027/2028.
Das zentrale Anliegen dabei ist klar: Teilhabe von Anfang an ermöglichen. Wenn Kinder früh erleben, dass Vielfalt selbstverständlich ist, entstehen Offenheit, gegenseitiger Respekt und ein inklusives Miteinander.
Heike Brockmann, zukünftige Leitung der Kita Blumenwiese, beschreibt den gelebten Ansatz in den Kindertagesstätten des Christophorus-Werkes: „Jedes Kind, egal ob es einen Unterstützungsbedarf mitbringt oder nicht, lernt in unseren Kitas Basisgebärden. So können sich alle Kinder auf dem Spielplatz verständigen und lernen gegenseitigen Respekt und Verständnis füreinander. Es ist unglaublich schön zu sehen, wie gut dies funktioniert.“
Mit der Kita Blumenwiese in Holthausen-Biene entsteht somit nicht nur ein moderner Bildungsort, sondern ein weiterer wichtiger Baustein für eine inklusive Gesellschaft.
Die im vergangenen Jahr fertiggestellte Kita Kunterbunt in Freren öffnet am 12. April im Rahmen des Fridurentages ihre Türen für die Öffentlichkeit. Wer sich ein Bild einer inklusiven Kita machen möchte, ist herzlich eingeladen, vorbeizuschauen.