Schichtwechsel 2026: Perspektiven tauschen, Arbeitswelten kennenlernen
Veröffentlicht am: 24.09.2026
Wie sieht eigentlich der Arbeitsalltag der anderen aus? Beim bundesweiten Aktionstag „Schichtwechsel“ der BAG WfbM haben Menschen mit und ohne Behinderung ihre Arbeitsplätze getauscht. Auch das Christophorus-Werk war 2026 wieder dabei – mit drei ganz unterschiedlichen Begegnungen.

Beim Aktionstag „Schichtwechsel“ lernen Beschäftigte aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowie Mitarbeitende aus Unternehmen und Organisationen die Arbeitswelt der jeweils anderen Seite kennen. Der Perspektivwechsel schafft Begegnungen, macht Fähigkeiten sichtbar und zeigt: Teilhabe wird nicht nur erklärt, sondern gemeinsam erlebt.
Von der Schleifenwerkstatt in die Tagespflege
Lilli Kerkhoff arbeitet in der Schleifenwerkstatt unserer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und fertigt dort Sieger- und Turnierschleifen sowie Rosetten.
Beim Schichtwechsel verbrachte sie zunächst einen Vormittag mit Olga Hail und Annette Hegel in der Tagespflege des Stephanus-Hauses. Gemeinsam mit den Seniorinnen und Senioren standen unter anderem Hockergymnastik, Übungen mit dem Schwungtuch und gemeinsames Singen auf dem Programm.
Am Nachmittag wechselten die Rollen: Olga und Annette besuchten Lilli in der Schleifenwerkstatt. Dort zeigte sie ihnen ihre Aufgaben, erklärte die Arbeit an der Nähmaschine und ließ die beiden selbst ausprobieren, wie Schleifen und Rosetten entstehen.
Lillis Fazit zum Schichtwechsel: „Fantastisch!“




Der Weg der Aluminium-Verbinder
Ein weiterer Schichtwechsel fand mit dem Unternehmen Foppe & Foppe aus Lengerich statt. Mit dabei waren Werkstattbeschäftigter Christian Hinken sowie Maik Gildehaus, Fertigungsleiter bei Foppe, und Robert Röttger, Leiter Versand und Vertrieb.
Am Vormittag lernten Maik und Robert den Metallbereich unserer Werkstatt kennen. Dort werden unter anderem Aluminium-Verbinder für Fensterprofile von Foppe & Foppe gesägt, geschliffen, gebohrt und anschließend verpackt.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es nach Lengerich. Dort konnte Christian erleben, wie die in unserer Werkstatt bearbeiteten Teile anschließend weiterverwendet werden.
So wurde der gemeinsame Produktionsprozess für alle Beteiligten unmittelbar sichtbar.
Einmal Chefsessel, einmal Spülküche
Beim dritten Schichtwechsel tauschten Josephine aus der Küche unserer Werkstatt und unser Geschäftsführer Stefan Kerk ihre Arbeitswelten.
Der Tag begann im Büro der Geschäftsführung des Christophorus-Werkes. Dort durfte Josephine direkt auf Stefans Bürostuhl Platz nehmen und bekam einen Einblick in seinen typischen Arbeitsbeginn: Post kontrollieren, Briefe und Rechnungen durchsehen, E-Mails bearbeiten und an einer Besprechung zur Einführung einer neuen Software teilnehmen.
Danach wechselte Stefan in die Küche. Dort war Josephine die Expertin: Sie erklärte ihm die Abläufe in der Spülküche und zeigte, worauf es bei Hygiene und Arbeitssicherheit ankommt. Auch bei der Essensausgabe packte er mit an und lernte weitere Aufgaben aus Josephines Arbeitsalltag kennen.
Der Schichtwechsel zeigte einmal mehr, wie unterschiedlich die Arbeitsplätze im Christophorus-Werk sind – und wie viel Wissen, Verantwortung und Routine hinter jeder einzelnen Aufgabe steckt.


Teilhabe mitgestalten!
Möchten auch Sie Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen oder im Rahmen des Schichtwechsels einmal eine andere Perspektive einnehmen? Dann melden Sie sich gerne bei unserem Fachdienst Arbeit nach Maß:
arbeit-nach-mass@christophorus-werk.de