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Schichtwechsel 2026: Perspektiven tauschen, Arbeitswelten kennenlernen

Wie sieht eigentlich der Arbeitsalltag der anderen aus? Beim bundesweiten Aktionstag „Schichtwechsel“ der BAG WfbM haben Menschen mit und ohne Behinderung ihre Arbeitsplätze getauscht. Auch das Christophorus-Werk war 2026 wieder dabei – mit drei ganz unterschiedlichen Begegnungen.

Geschäftsführer Stefan Kerk und Werkstattbeschäftigte Josephine stehen vor dem Christophorus-Werk in Lingen und halten gemeinsam ein grünes Schild mit der Aufschrift „Schichtwechsel – Der Aktionstag für neue Perspektiven“. Beide zeigen mit dem Daumen nach oben.

Beim Aktionstag „Schichtwechsel“ lernen Beschäftigte aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowie Mitarbeitende aus Unternehmen und Organisationen die Arbeitswelt der jeweils anderen Seite kennen. Der Perspektivwechsel schafft Begegnungen, macht Fähigkeiten sichtbar und zeigt: Teilhabe wird nicht nur erklärt, sondern gemeinsam erlebt.

Von der Schleifenwerkstatt in die Tagespflege

Lilli Kerkhoff arbeitet in der Schleifenwerkstatt unserer Werkstatt für Menschen mit Behinderung und fertigt dort Sieger- und Turnierschleifen sowie Rosetten.

Beim Schichtwechsel verbrachte sie zunächst einen Vormittag mit Olga Hail und Annette Hegel in der Tagespflege des Stephanus-Hauses. Gemeinsam mit den Seniorinnen und Senioren standen unter anderem Hockergymnastik, Übungen mit dem Schwungtuch und gemeinsames Singen auf dem Programm.

Am Nachmittag wechselten die Rollen: Olga und Annette besuchten Lilli in der Schleifenwerkstatt. Dort zeigte sie ihnen ihre Aufgaben, erklärte die Arbeit an der Nähmaschine und ließ die beiden selbst ausprobieren, wie Schleifen und Rosetten entstehen.

Lillis Fazit zum Schichtwechsel: „Fantastisch!“

Werkstattbeschäftigte Lilli steht gemeinsam mit zwei Mitarbeiterinnen in der Tagespflege des Stephanus-Hauses. Lilli hält ein Plakat zum Aktionstag „Schichtwechsel“ in den Händen. Im Hintergrund ist der Eingangsbereich der Tagespflege zu sehen.

Lilli und zwei Mitarbeiterinnen stehen an einer Nähmaschine in der Schleifenwerkstatt des Christophorus-Werkes. Eine Mitarbeiterin sitzt an der Maschine und zeigt einen Arbeitsschritt mit gelbem Band, während Lilli und die zweite Mitarbeiterin aufmerksam zusehen.

Werkstattbeschäftigter Christian Hinken steht gemeinsam mit drei Mitarbeitenden von Foppe & Foppe vor dem Firmengebäude in Lengerich. Im Hintergrund sind der Schriftzug und das Logo von Foppe & Foppe zu sehen.

Werkstattbeschäftigter Christian Hinken steht gemeinsam mit einem Mitarbeiter von Foppe & Foppe in der Metallwerkstatt. Der Mitarbeiter zeigt ihm ein Bauteil aus Aluminium und erklärt einen Arbeitsschritt.

Der Weg der Aluminium-Verbinder

Ein weiterer Schichtwechsel fand mit dem Unternehmen Foppe & Foppe aus Lengerich statt. Mit dabei waren Werkstattbeschäftigter Christian Hinken sowie Maik Gildehaus, Fertigungsleiter bei Foppe, und Robert Röttger, Leiter Versand und Vertrieb.

Am Vormittag lernten Maik und Robert den Metallbereich unserer Werkstatt kennen. Dort werden unter anderem Aluminium-Verbinder für Fensterprofile von Foppe & Foppe gesägt, geschliffen, gebohrt und anschließend verpackt.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es nach Lengerich. Dort konnte Christian erleben, wie die in unserer Werkstatt bearbeiteten Teile anschließend weiterverwendet werden.

So wurde der gemeinsame Produktionsprozess für alle Beteiligten unmittelbar sichtbar.

Einmal Chefsessel, einmal Spülküche

Beim dritten Schichtwechsel tauschten Josephine aus der Küche unserer Werkstatt und unser Geschäftsführer Stefan Kerk ihre Arbeitswelten.

Der Tag begann im Büro der Geschäftsführung des Christophorus-Werkes. Dort durfte Josephine direkt auf Stefans Bürostuhl Platz nehmen und bekam einen Einblick in seinen typischen Arbeitsbeginn: Post kontrollieren, Briefe und Rechnungen durchsehen, E-Mails bearbeiten und an einer Besprechung zur Einführung einer neuen Software teilnehmen.

Danach wechselte Stefan in die Küche. Dort war Josephine die Expertin: Sie erklärte ihm die Abläufe in der Spülküche und zeigte, worauf es bei Hygiene und Arbeitssicherheit ankommt. Auch bei der Essensausgabe packte er mit an und lernte weitere Aufgaben aus Josephines Arbeitsalltag kennen.

Der Schichtwechsel zeigte einmal mehr, wie unterschiedlich die Arbeitsplätze im Christophorus-Werk sind – und wie viel Wissen, Verantwortung und Routine hinter jeder einzelnen Aufgabe steckt.

Geschäftsführer Stefan Kerk und Werkstattbeschäftigte Josephine sitzen gemeinsam im Büro des Geschäftsführers. Josephine sitzt auf dem Bürostuhl, Stefan neben ihr. Beide schauen lächelnd in die Kamera.

Werkstattbeschäftigte Josephine und Geschäftsführer Stefan Kerk stehen gemeinsam in der Küche der WfbM an einer Spülmaschine. Beide tragen Haarnetze. Josephine zeigt Stefan einen Arbeitsschritt beim Einräumen beziehungsweise Reinigen des Geschirrs.

 

Teilhabe mitgestalten!

Möchten auch Sie Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen oder im Rahmen des Schichtwechsels einmal eine andere Perspektive einnehmen? Dann melden Sie sich gerne bei unserem Fachdienst Arbeit nach Maß:

arbeit-nach-mass@christophorus-werk.de


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